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Steuerklassen und ihre Bedeutung

Steuerklasse und Steuerklassenwahl - LohnsteuerkarteArbeitnehmer werden in Deutschland in 6 Steuerklassen (Steuerklasse I bis Steuerklasse VI) eingeteilt. Welcher Steuerklasse man angehört, das hängt vor allem von Familienstand, dem Einkommen und von der Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse ab. Vor allem Verheiratete haben einige Gestaltungsmöglichkeiten bei der Wahl Ihrer Steuerklasse, die in einem separaten Abschnitt dieses Artikels auch näher beschrieben werden. Die in der Lohnsteuerkarte eingetragene Steuerklasse bestimmt den abzuführenden Betrag an Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Die zur Arbeitserleichterung für den Arbeitgeber eingeführten sechs Steuerklassen bemessen die Höhe der verschiedenen Freibeträge: Grundfreibetrag, Vorsorgepauschale, Pauschbeträge für Werbungskosten und Sonderausgaben, Kinderfreibetrag, Alleinerziehendenentlastung.

Für wen gelten die Lohnsteuerklassen I bis VI?

Lohnsteuerklasse I

Ledige Arbeitnehmer, die mehr als 400 Euro pro Monat verdienen, erhalten immer die Lohnsteuerklasse I. Dieser Regelung gleichgestellt sind Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, dauerhaft getrennt lebende Ehepartner, verwitwete und geschiedene Arbeitnehmer sowie dauerhaft getrennt lebende Ehepartner. Für den heimischen Arbeitnehmer ist auch dann die Lohnsteuerklasse I maßgeblich, sofern der Ehepartner dauerhaft im Ausland wohnt.

Lohnsteuerklasse II

Alleinerziehende Arbeitnehmer, die mehr als 400 Euro pro Monat verdienen, können die Lohnsteuerklasse II beantragen. Sie stellen sich damit günstiger, als wenn sie die alternative Steuerklasse I wählen. Allerdings sind nicht alle Alleinerziehenden berechtigt, die Lohnsteuerklasse II auch tatsächlich zu wählen. Voraussetzung ist, dass der alleinerziehende Arbeitnehmer berechtigt ist, einen Entlastungsbetrag zu beantragen. Dafür muss dem Alleinerziehenden Kindergeld gezahlt und ein Freibetrag für Kinder für das in seinem Haushalt lebende und dort bei ihm mit Haupt- oder Nebenwohnung gemeldete Kind gewährt werden. Ist das Kind bei mehreren Personen gemeldet, steht der Entlastungsbetrag demjenigen Alleinerziehenden zu, der das Kindergeld erhält. Lebt der Alleinerziehende in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft oder führt mit einer anderen volljährigen Person einen gemeinsamen Haushalt, dann wird entweder kein Entlastungsbetrag gewährt oder der Alleinerziehende muss die Lohnsteuerklasse I wählen.

Sieher auch unseren speziellen Artikel Kinder bei der Steuererklärung 2016.

Lohnsteuerklasse III

Da die Lohnsteuerklasse III nur von verheirateten Paaren gewählt werden kann, kann keine Alleinerziehendenentlastung beantragt werden, wohl aber ein Kinderfreibetrag von 7.008 Euro je Kind. Die Lohnsteuerklasse III kann nur von einem verheirateten Arbeitnehmer mit einem monatlichen Mindesteinkommen von 400 Euro gewählt werden. Das Ehepaar darf nicht dauernd getrennt leben, ansonsten müsste wieder die Lohnsteuerklasse I bzw. II gewählt werden, und ebenfalls dürfte nicht die Lohnsteuerklasse IV gewählt werden. Stirbt ein Ehepartner, so kann der verwitwete Arbeitnehmer die Lohnsteuerklasse III bis zum Ende des auf den Tod des Ehegatten folgenden Kalenderjahres beibehalten, sofern die genannten Voraussetzungen zutreffen.

Lohnsteuerklasse IV

Die Lohnsteuerklasse IV kann nur von zwei verheirateten Arbeitnehmern mit je einem monatlichen Mindesteinkommen von 400 Euro gewählt werden. Beide Ehepartner müssen die Lohnsteuerklasse IV wählen. Die Steuerklasse IV eines Ehepartners kann nur mit der Steuerklasse IV des anderen Ehepartners kombiniert werden. Wenn z. B. für einen Ehepartner eine Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse V ausgeschrieben wurde, kann der andere nicht in die Steuerklasse IV fallen. Standardmäßig wird beiden Ehepartnern die Lohnsteuerklasse IV automatisch zugewiesen, wenn beide berufstätig sind und nicht die Kombination der Lohnsteuerklassen III und V wählen. Das Ehepaar darf nicht dauernd getrennt leben, andernfalls müssten die Ehepartner wieder die Lohnsteuerklassen I bzw. II wählen.

Lohnsteuerklasse V

Die Lohnsteuerklasse V kann gewählt werden, wenn mindestens der Ehepartner ein monatliches Mindesteinkommen von 400 Euro hat. Das Ehepaar darf nicht dauernd getrennt leben, dann müssten wieder die Lohnsteuerklassen I bzw. II gewählt werden, und ebenfalls nicht die Lohnsteuerklasse IV. Ist man selbst nicht erwerbstätig, so wird einem automatisch die Lohnsteuerklasse V und dem erwerbstätigen Ehepartner die günstigere Lohnsteuerklasse III zugewiesen. Sind dagegen beide Ehepartner steuerpflichtig, so können sie zwischen der Steuerklassenkombination III und V sowie der Steuerklassenkombination IV und IV (zuzüglich der Variante des Faktorverfahrens) wählen.

Lohnsteuerklasse VI

Die Lohnsteuerklasse VI gilt für Nebentätigkeiten und weitere Dienstverhältnisse von Arbeitnehmern, die schon steuerpflichtig erwerbstätig sind, und dort eine Lohnsteuerklasse I bis V angegeben haben. Häufig werden Geringverdiener mit der Lohnsteuerklasse VI besteuert, die von der Haupttätigkeit alleine nicht mehr leben können oder wollen. Auch Studenten und Rentner üben häufig Nebentätigkeiten der Lohnsteuerklasse VI aus.

Zur Steuerklassenwahl nach Heirat

Steuerklassenwahl bei Eherpartnern nach der HochzeitDa die Lohnsteuerklasse I ausschließlich für Singles reserviert ist, müssen beide Ehepartner nach der Heirat die Steuerklasse wechseln. Grundsätzlich können sie zwischen den Steuerklassenkombinationen IV/IV und III/V wählen.

Sofern beide Ehepartner etwa den gleichen Lohn oder dasselbe Gehalt beziehen, ist für Mann und Frau die Steuerklasse IV am günstigsten. Die steuerlichen Abzüge sind in diesem Fall für beide Partner prozentual identisch. Außerdem besteht bei dieser Steuerklassenkombination keine Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung.

Wenn nur ein Ehepartner berufstätig ist oder ein Partner ein deutlich höheres Gehalt als der andere erzielt, dann sind die Lohnsteuerklassen III und V empfehlenswert.

Generell sollte ein Ehepartner immer dann die günstigere Lohnsteuerklasse III wählen, wenn er mehr als 60 Prozent des Haushaltseinkommens beisteuert.

Zur taktischen Steuerklassenwahl beim Elterngeld

Für die Berechnung des Elterngeldes ist das Nettoerwerbseinkommen ausschlaggebend, d.h., dass die Ehefrau nach Möglichkeit eine Steuerklasse wählen sollte, welche ihr ein besonders hohes Nettogehalt ermöglicht. Die Steuerklasse V ist zwar aus steuerlicher Sicht günstig, aber wenn die Ehefrau ein geringeres Einkommen als der Ehemann hat, im Hinblick auf die Bemessung des Elterngeldes, wäre es aber die schlechteste Variante.

Es besteht daher die Möglichkeit, Steuerklasse III (Ehefrau) und Steuerklasse V (Ehemann) zu wählen. Mit dieser Wahl wäre der Nettoverdienst des Ehemannes jedoch geringer, weil der Ehemann mit erhöhten monatlichen Steuerzahlungen belastet wird.

Alternativ könnten Ehefrau und Ehemann noch jeweils die Steuerklasse IV wählen. Diese wäre steuerlich nicht vorteilhaft und würde sich auch bei der Bemessung des Elterngeldes negativ auswirken.

Steuerklassenrechner zur Bestimmung der optimalen Steuerklasse

Die Wahl der Steuerklasse hat für Paare sofort Einfluss auf die Nettogehälter und die Liquidität im laufenden Jahr. Somit sollte die Wahl der optimalen Steuerklasse bewusst entschieden werden.

Für den Steuerklassen-Optimierungs-Rechner „smart-rechner.de“ wird lediglich das Bruttogehalt, einige Angaben zu Freibeträgen, Informationen zu den Sozialversicherungen und das Geburtsjahr benötigt. Der Rechner 2015 ermittelt detailliert nach den aktuellen Richtlinien des Gesetzes die zu zahlende Steuer für beide Ehepartner getrennt sowie gemeinsam, als auch die zu erwartende Nach- oder Rückzahlung beim Lohnsteuerausgleich.

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